Derbe Klatsche der 1. Mannschaft gegen Hohentübingen

Leider wieder ersatzgeschwächt und nur zu 7. bekamen wir vom derzeitigen Tabellenführer der Landesliga eine Lehrstunde. Mit 0,5 :7,5 verloren wir gegen ein junges, super motiviertes Team. Chancenlos!
Und wie gut unsere Gegner auch individuell vorbereitet waren, zeigte folgende Aussage des Gegners von Manfred Bauer, kurz nach dem Ende der Partie: „Diese Eröffnung hatten wir vor 33 Jahren bei der Württembergischen Meisterschaft in der 8 Runde auch gespielt.“ Tatsächlich!
Was auch für eine optimale Vorbereitung unserer Gegner sprach, sie spielten alle deutlich schneller und dadurch mit weniger Zeitdruck. Nach 2,5 Stunden musste Thomas Porzer seine Partie aufgeben, dann folgte Harald Fendel und Lukas Eitel, unser Nachwuchsspieler. Dann folgte auch Michael Schwilk, nach „hartem“ Schlagabtausch im Zentrum. Eckart Bauer konnte in der Zeitnot sein Endspiel mit Springer gegen das Läuferpaar auch nicht halten. Und kurz danach gab Manfred Bauer im 43. Zug seine Partie auf. Frank Paschitta stand in einer komplizierten Nebenvariante der Sizilianischen Eröffnung zunächst schlecht. Sein Gegner konnte das aber nicht nutzen und im Mittelspiel kippte die Partie zu seinen Gunsten. Er stand nach einem Bauerngewinn positionell auf Gewinn, geriet aber kurz vor der Zeitkontrolle noch in Zeitnot und tauschte in Gewinnstellung den letzten Turm ab. Das ungleichfarbige Läuferendspiel endete trotz einem Mehrbauern mit Remis. Schön, dass er so noch einen halben Ehrenpunkt beisteuern konnte.
Damit geht eine äußerst schwierige „Pandemie-Saison“ in die beiden letzten Wettkämpfe gegen Nürtingen und Bebenhausen im Mai und Juni.

Überzeugender 6 : 2 Auswärtssieg der 1. Mannschaft

Nach über 2 Monaten „Coronapause“ erkämpften wir in Kirchentellingsfurt einen schönen 6 : 2 Sieg, der sich auf den ersten Blick vom Ergebnis her leicht und locker liest. Aber so war es nicht.
Mit zwei motivierten Ersatzspielern, dem Senior Gert Keller und dem Jugendspieler Lukas Eitel machten wir uns auf eine ungewisse Reise. Und beide sollten maßgeblich an dem klaren Sieg beteiligt sein. Aber der Reihe nach. Harald Fendel akzeptierte mit Schwarz das Remisangebot seines Gegners nach ca. 1 Stunde. Und nach einer weiteren Stunde konnten die Bauer-Brothers (Eckart an 1 und Manfred an 2) ihre Gegner fast gleichzeitig zur Aufgabe zwingen. Das sah ja ausgesprochen gut aus. Doch alle restlichen Partien war unklar bzw. es konnte noch alles passieren. So verschlechterte sich die schöne Angriffsstellung von Thomas Porzer zusehends, während der Gegner von Michael Schwilk immer mehr in Zeitnot kam. Dann gelang Gert Keller ein taktisch klug herausgespieltes Remis, und Michael gewann durch Zeitüberschreitung seines Gegners. Wir hatten dann also 4 Punkte, was die Nervosität des Mannschaftsführers leicht beruhigte.
Jetzt kam die Stunde unseres Jugendlichen Lukas Eitel, der zum ersten Mal in der Landesliga spielte. Sein Gegner war zwar von der Wertungszahl hoch überlegen, doch in großer Zeitnot beider Spieler behielt er eine gewisse Kaltschnäuzigkeit, und brachte seinen älteren Gegner in große Nöte und zur Aufgabe. Überglücklich konnte er dann die Glückwünsche aller entgegennehmen. Das war dann der Mannschaftssieg, wobei Frank Paschitta seine hervorragend gespielte Partie kurz danach auch noch zum schlussendlich hohen Mannschaftssieg gewann.

Debakel – 1,5 : 6.5‑Niederlage der 1. Mannschaft

Im Heimspiel gegen den SV Urach gab es im 1. Spiel des neuen Jahres eine empfindliche Niederlage. Ersatzgeschwächt begann der Wettkampf verheerend, da wir schon nach einer Stunde mit 0 : 2 zurück lagen. Florian Mayr übersah eine Eröffnungsfalle, und Harald Fendel, im sicheren Gefühl eines Mehrbauern nach der Eröffnung, machte im 18. Zug einen schlimmen Fehler, der sofort die Partie kostete.
Die noch spielenden Mannschaftkameraden waren erstmal geschockt, doch es wurde alsbald von den Optimisten die Parole ausgegeben: „Remis-Verbot“! Soll heißen, alle mussten fortan „auf Gewinn spielen“. Und genau dies ging schlussendlich schrecklich nach hinten los. Zwischenzeitlich hatte zwar Heiko Elstner, einer der Ersatzleute, seinen Vorteil lehrbuchartig zum Sieg geführt. Was aber nur ein kurzes Strohfeuer bedeutete, denn dann kam es knüppeldick. Es verloren Frank Paschitta und Thomas Porzer (in sehr guter Stellung!), und auch Manfred Bauer musste sich im Endspiel geschlagen geben.
Und damit war der Wettkampf für Urach gewonnen, so dass Michael Schwilk noch ein Remis vereinbarte, und unser Senior Eugen Bacher versuchte sein Glück in einem schlechten Turmendspiel, das er dann nach über 4 Stunden auch nicht mehr halten konnte. Eine äußerst schmerzliche Niederlage im 75. Jubiläumsjahr der Schachfreunde Plochingen gegen eigentlich einen ebenbürtigen Gegner, der aber heute die Götter auf seiner Seite hatte.

Mühsamer 5 : 3 Sieg der 1. Mannschaft in Reutlingen

Im Auswärtsspiel gegen den SV Reutlingen konnten wir erstmals mit den Brüdern Admir und Alan Miricanac an den vorderen Brettern 1 und 2 antreten, was unsere Gesamtspielstärke erheblich verbesserte, weil dadurch auch alle Spieler zwei Bretter weiter hinten spielen durften. Leider mussten wir schlussendlich mit sieben Spieler antreten, weil wir bei der Meldung eines Spielers aus der 2. Mannschaft einen Formfehler begangen hatten.
Aber schachsportlich – durch unsere starken Vorderbretter – lief es dann bald besser. Siege von Admir und Eckart Bauer sowie ein Schwarzremis von Alan brachten uns dann in Führung, ehe Michael Schwilk an Brett 6 und Frank Paschitta an Brett 7 mit schönen Siegen den frühzeitigen Mannschaftssieg bescherten. Damit konnte man die Kampfniederlage von Florian Mayr gut verkraften, und dem Senior Manfred Bauer blieb es vorbehalten, nach über 5 Stunden noch ein Remis beizusteuern. Die Mannschaft schob sich mit diesem Sieg aktuell auf den 3. Tabellenplatz nach vorne.

80. Deutsche Senioren-Fernschach-Meisterschaft 2021 – Manfred Bauer wird punktgleich Dritter

Am 1. Januar 2021 starteten elf für diese Deutsche Meisterschaft qualifizierten Schachspieler zur Ermittlung ihres Meisters. Unser Fernschach-Spitzenspieler Manfred hatte sich mit einem Turniersieg in der Vorrunde der Gruppe 8 für diese Finalrunde des Deutschen Fernschachbundes qualifiziert. Es war klar, dass es ein enges Rennen um den Meistertitel werden würde. Man durfte sich natürlich keine Niederlage erlauben, und musste mindestens zwei Partien gewinnen, um ganz vorne dabei zu sein. Wie beim Fernschach, wo sehr viel „fehlerfreies“ Schach gespielt wird, üblich, war der Anteil der entschiedenen Partien mit rund 16% nicht sehr hoch. Aber ein Blick auf die Partien zeigt, dass nur sehr wenige „Salon-Remisen“ dabei waren. Die älteren Herren sind allesamt, wenn sie zur Deutschen Fernschachspitze gehören, sehr kampfstark und ungemein erfahren. Manch einer hat in seiner Laufbahn mehr als 500 Partien in der internationalen Fernschach-Datenbank. Übrigens, dies trifft auch auf mich zu, da ich bereits im April 1975 mein erstes Fernschachturnier gespielt habe. Ganzen Beitrag lesen →

Die 1. Mannschaft verliert ersatzgeschwächt mit 3 : 5

Leider mussten wir bei unserem Heimspiel am Sonntag gegen Göppingen coronabedingt mit drei Ersatzspieler antreten, was sich an den hinteren Brettern, wo der Gegner meist auch etwas schwächer besetzt ist, negativ auswirkte. Zudem waren die Göppinger ein sehr ausgeglichenes Team, durchweg einiges jünger wie wir, und zudem mit Drillingen an den Brettern 2, 3 und 7 angetreten. Und diese drei waren besonders gut drauf, sie errangen alleine 2,5 Punkte – also 50% der Siegpunkte. Für Plochingen gewann unser Spitzenbrett Eckart Bauer – als einziger; Remis spielten Schwilk (3), Fendel (4), Porzer (5) und Elsner (6), und verloren hatte Bauer, M. (2), Dr. Keller (7) und Bacher (8). Wie und ob die Saison weitergeht, wird am Dienstag, den 30. November im Vorstand des Schachverbandes Württemberg entschieden.

Plochingen 1 verliert nach 5,5 Stunden-Krimi unglücklich mit 3,5 : 4,5

Im Auswärtsspiel gegen den SC Ostfildern, dem Schachklub mit der erfolgreichsten Jugendarbeit im Landkreis Esslingen, entbrannte von Anfang an ein heißer Wettkampf, obwohl wir am 1. Brett einen kampflosen Sieg notieren durften.
Aber die jungen Spieler von Nellingen spielten an den hinteren Bretter äußerst aggressiv und eröffnungstechnisch bestens vorbereitet. So kam es am Brett 8 zu einem einmaligen Generations-Duell, 90 gegen 12 Jahre – Erfahrung gegen beste Schach-Ausbildung. Aber der Reihe nach. Manfred Bauer musste nach 2 Stunden schon eine Zugwiederholung zum Remis akzeptieren. Dann nach 3 Stunden verloren Eugen Bacher, Frank Paschitta und Florian Mayr ihre Partien, und das Blatt hatte sich komplett gewendet. Aber beim Zwischenstand von 1,5 : 3,5 war noch nichts verloren, da die drei offenen Partien völlig unklar, bzw. sogar optimistisch gut für uns standen.
Und schon keimte wieder Hoffnung auf, als Harald Fendel in letzter Sekunde seiner Bedenkzeit einen fulminaten Angriff seines Gegners abwehrte, und seinen Gegner kurz darauf zur Aufgabe zwar. Auch die Stellung von Michael Schwilk sah vielversprechend aus, aber er war leider in großer Zeitnot. Und dabei übersah er eine kleine Kombination, die ihm die Qualität, und damit die Partie kostete. Jetzt war es Thomas Porzer noch vergönnte, seine über Stunden sehr gut gespielte Partie auch noch zum verdienten Sieg zu führen. Link zur Tabelle.