Möglichkeiten, Schach in der Arbeit des pädagogischen Psychologen im Bereich der Bildung einzusetzen

Schon in der Grundschule wird Förderunterricht angeboten, oft eine Unterrichtsstunde in der Woche, um flüssig lesen zu lernen oder die Grundrechenaufgaben zu verinnerlichen oder andere Lernprobleme zu lösen. Dann stehen unter Umständen 5 oder 6 Kinder vor der Tür, denen innerhalb der 45-minütigen Unterrichtsstunde, individuell geholfen werden soll. Ob die Lernmotivation steigt und wie die Erfolgsquote ist, soll hier nicht thematisiert werden. Als unangenehm sehe ich, dass ein gewisser Stempel durch „Ich gehe zum Förderunterricht“ aufgedrückt wird, weil man zum Ausdruck bringt, dass man Schwierigkeiten hat. Statt „ich gehe zum Förderunterricht“ hört sich „Ich gehe zum Schachunterricht.“ viel interessanter an. Die Zuhörer werden neugierig und bringen oft ihren Respekt zu dem Unterfangen zum Ausdruck. Das wäre ein zusätzlicher Motivationsschub für das Kind. Wie auch im Artikel herausgestellt, wird dank des Schachspielens das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein des Kindes gestärkt. Der Ehrgeiz wird angestachelt, was sich positiv auf die Lernmotivation überträgt. Der Vorteil von Schach besteht darin, dass es keiner großartigen Voraussetzungen – Geld, Raum, Ort, Arbeitsmaterialien, Gesundheit – bedarf, um Schach zu lehren. Der nachfolgende ausführliche Erfahrungsbericht zeigt, was mit welchem Aufwand erreichbar ist. Das soll Erzieher, Lehrer, Pädagogen, Psychologen, Psychotherapeuten ermutigen, Schach in ihren Instrumentenkasten aufzunehmen.
Den kompletten Artikel kann man bei Chess and Science nachlesen, einer Internetseite die sich mit Schach in Wissenschaft, Bildung und Kunst beschäftigt. Zum vollständigen Artikel hier klicken.

Plochingen 1 spielt 4:4 beim Tabellenführer – Aufstiegstraum geplatzt

Durch das hart umkämpfte Remis gegen den Tabellenführer SF Neckartenzlingen 1 verpasste Plochingen 1 einen möglichen Aufstieg in die Verbandsliga. Zwar steht noch ein Spiel am 11.10 aus, aber das hat leider keinen Einfluss mehr auf den Aufstieg. Der 6 stündige dramatische Kampf endete leider unglücklich. Durch einen Klasse Sieg von Florian Mayr und durch eine überragende Partie von Admir Mirianac sowie durch Unentscheiden von Eckart und Manfred Bauer führten die Plochinger schon 3:1. Leider konnten die anderen Bretter nicht mehr ausreichend Punkten. Die Unentschieden von Michael Schwilk und Harald Fendel führten dann zum Endergebnis. Frank Paschitta und  der in dieser Saison sehr erfolgreiche Thomas Porzer mussten leider aufgeben. Zwar reichte das 4:4 nicht für einen Aufstieg, doch die erste Mannschaft der Plochinger Schachfreunde, zu der auch noch Matthias Stohrer, Dr. Gert Keller und Heiko Elsner gehören, können stolz sein auf die wohl beste Saisonleistung der letzten Jahre.

Elisabeth Pähtz und Pascal Neukirchner gewinnen die Deutschen Meisterschaften im Schnellschach

Die Sieger: Pascal Neukirchner (1), Marco Dobrikov (2), Jens Hirneise (3)

Foto: Matthias Drißner

Nach teilweise dramatischen Partien siegten bei den Männern FM Pascal Neukirchner von der SK Gründnau, mit 7 Punkten vor FM Marco Dobrikov vom SV Hockenheim mit 6 ½ Punkten Der dreimalige Württembergische Meister FM Jens Hirnheise von der SpVgg Rommelshausen wurde Dritter. Der Internationale Meister Mark Kventny von den Stuttgarter Schachfreunden folgte mit 6 Punkten auf dem 4 Platz. Florian Mayr aus Plochingen schlug sich in diesem erlesenen Feld wacker. Er erkämpfte u.a. ein Remis gegen einen Internationalen Meister und erreichte 3 Punkte.

Die Siegerinnen: Annmarie Mütsch (2), Elisabetz Pähtz (1), Carmen Voicu-Jaqodzinsky (3)

Foto: Matthias Drißner

Bei den Frauen siegte mit IM Elisabeth Pähtz, USV TU Dresden, die absolute Favoritin. Die ehemalige Jugendschachweltmeisterin und Deutschlands Nr. 1 im Frauenschach erzielte sagenhafte 8 ½ aus 9 möglichen Punkten. Zweite wurde WIM Annmarie Mütsch, SC Viernheim, die vor 2 Jahren Jugendweltmeisterin bei den U 16 war und inzwischen internationale Meisterin bei den Frauen ist. Sie ist eine große Hoffnung im Deutschen Schach. Dritte wurde die Frauen Großmeisterin WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky vom SV Hemer 1932 mit 6 Punkten. Ein Klasse Leistung zeigte auch die Frauen aus der näheren Umgebung: Simona Gheng von den SF Deizisau wurde mit 6 Punkten vierte und Elsia Zeller aus Göppingen wurde mit 5 Punkten siebte.

Die Siegerehrung nahm Schirmherr Bürgermeister Frank Buß vor zusammen mit dem Präsidenten des Württembergischen Schachverbandes Armin Winkler, dem Turnierdirektor Gregor Johann aus Kaiserslautern und der Vizepräsidentin des Deutschen Schachbundes, Olga Birkholz vom TSB Bindlach. Von allen Seiten hohes Lob bekam Heiko Elsner, 1. Vorsitzender der Plochinger Schachfreunde, mit seinem Organisationsteam. Die Spielerinnen und Spieler waren begeistert von dem Ambiente der Plochinger Stadthalle und der perfekten Organisation.
Hier noch das Gesamtergebnis als pdf-Datei zum Download.
Link zum Bericht beim Deutschen Schachbund.
Link zum Bericht beim Württembergischen Schachverband.

Deutsche Meisterschaft im Schnellschach der Frauen und Männer am 19./20. September in Plochingen

Schach boomt und liegt im Trend gerade auch in Corona Zeiten. Die Deutsche Spitzenklasse im Schnellschach – jeder hat nur 15 Minuten Bedenkzeit für die ganze Partie – kommt nach Plochingen.  Die Spitzenpartien werden auch im Internet Live übertragen und vom Weltrekordhalter im Blind Simultan Spielen Marc Lang kommentiert.
Direkte Links zur Liveübertragung bei Chess24: Männerturnier und Frauenturnier.

Für weitere Informationen zur Veranstaltung hier klicken.
Inzwischen ist sind folgende Pressebereichte erschienen:
Veranstaltungsseite beim Deutschen Schachbund
Vorabbericht in der Esslinger Zeitung von Klaus Schlütter
Vorabbericht in den Plochinger Nachrichten von Matthias Drißner
Veranstaltungshinweis im Esslinger Echo
Interview der Esslinger Zeitung mit Florian Mayr

Wir trauern um Walter Pfaff

Walter Pfaff ist mit 92 Jahren am 20. Juli sanft entschlafen. Walter Pfaff war Gründungsmitglied unseres Vereins im Jahre 1965 und spielte schon in den 50er Jahren in der damaligen Schachabteilung des TV. Auf Walter Pfaff konnte man sich immer verlassen, er reparierte defekte Schachuhren, war im Jugendtraining aktiv und über viele Jahre auch Kassenprüfer des Vereins. Und natürlich war er immer ein starker Spieler in den verschiedenen Mannschaften. Walter Pfaff war stets ein außergewöhnlich freundlicher und hilfsbereiter Mensch. Seine schachlichen Fähigkeiten leben in seinen Sohn Alexander weiter, der ein sehr starker Spieler im Raum Heilbronn ist. Wir trauern sehr um Walter Pfaff und sprechen seiner Frau und seiner ganzen Familie unser herzliches Beileid aus. Wir werden Walter Pfaff ein ehrendes Angedenken bewahren.